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Die Newog Neue Wohnungsbaugenossenschaft eG wurde im Jahre 1997 gegründet.
In den Folgejahren wurden die Objekte „Plattenbau“, Wilhelm-Firl-Straße 10-28 und Max-Türpe-Straße 44-52 in Chemnitz mit über 600 Wohnungen gekauft. Im Laufe der Jahre entstanden nach Sanierung, Modernisierung und Rückbau zwei attraktive Wohnblocks mit insgesamt 450 Wohnungen.
Die Anteile an der Newog Neue Wohnungsbaugenossenschaft eG sind über die Eigenheimzulage gefördert worden. Die Eigenheimzulage konnte nicht nur für selbst genutzte Immobilie beantragt werden, sondern auch für Anteile an einer Wohnungsbaugenossenschaft, auch wenn man nicht selbst darin wohnte.
Es fand sich ein großer Vertrieb, der Anteile an der Newog Neue Wohnungsbaugenossenschaft eG an ca. 5.000 Familien verkaufte.
Die Genossenschaft hatte also einige Millionen Bankdarlehen und einige Millionen aus dem Verkauf der Genossenschaftsanteile für die Baumaßnahmen zur Verfügung.
Ab 2003 wurden die ersten Wohnungen vermietet. Im Laufe der Jahre waren die Wohnungen immer zu fast 100 % vermietet. Das heißt, die Mieteinnahmen hätten ausgereicht, alle Unkosten wie z. B. Zinsen sowie Tilgung, Nebenkosten, Reparaturen usw. zu decken.
Dann wurde ein Grundstück in Fürth gekauft, reichlich überteuert, und ein großes Gebäude darauf errichtet. Baufirma: Eine Firma des damaligen Vorstandes. Es gab mehrere Baustopps, sicherlich, weil Rechnungen nicht bezahlt waren.
Im Jahre 2008 wurden zwei Eigentumswohnungen in München von der Schwestergesellschaft gekauft, eine Aktion von der niemand etwas geahnt hat.
Wie das alles bezahlt oder auch nicht bezahlt worden ist, ist kaum nachvollziehbar.
Die Gebäude in Chemnitz gerieten Mitte 2010 in die Zwangsverwaltung, weil die Darlehen nicht ausreichend bedient wurden. Außerdem wurde den Mietern immer wieder gedroht, Gas und Strom abzuschalten, da die Rechnungen nicht bezahlt waren. Kleinere Handwerksbetriebe blieben auf ihren Rechnungen sitzen.
Letztendlich verkaufte der Vorstand Anfang 2011 die Gebäude, kurz vor der Zwangsversteigerung, der Kaufpreis floss Mitte des Jahres.
Die letzte Bilanz ist im Jahre 2006 erstellt worden, lediglich aus den Jahren 2007 und 2008 schwirren noch unvollständige Bilanzen herum.
Es wurden keinerlei Informationen nach außen gegeben. Genossen der Wohnungsbaugesellschaft, Banken, Energieinstitute, Stadtverwaltungen, Handwerksbetriebe usw. waren vollkommen über die Situation der Newog im Unklaren.
Bis zum heutigen Tage sind die gesponnenen Fäden noch nicht zu entwirren.
Im Jahre 2009 hat sich eine Aktionsgemeinschaft aus mehr als 10 % der Anleger gegründet. Diese Aktionsgemeinschaft hat es nach 1 ½ Jahren Kampf geschafft, den alten Aufsichtsrat und Vorstand zum Rücktritt zu veranlassen.
Die neuen Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sind in der Generalversammlung am 13.10.2011 gewählt worden.
Die beiden Aufsichtsratsmitglieder wie auch die beiden Vorstandsmitglieder, sind seit dieser Zeit damit beschäftigt, eine Insolvenz der Newog Neue Wohnungsbaugenossenschaft eG zu verhindern.
Die unvollständigen Unterlagen, die bis jetzt von ehemaligen Vorständen, Mitarbeitern, Steuerberatern und der Verwaltungsgesellschaft zur Verfügung gestellt worden sind, werden gesichtet und geordnet. Auch gehen ständig alte Rechnungen ein, die erst geprüft werden müssen, ehe sie bezahlt werden.
Die Forschung über den Verbleib der verschwundenen Millionen hat begonnen.